Zu den in den vergangenen Monaten gegen TeenSTAR erhobenen Vorwürfen gibt TeenSTAR Österreich folgende Stellungnahme ab:

 

Das TeenSTAR-Konzept hat sich in den letzten Monaten der öffentlich geäußerten Kritik gestellt und eine Fachgruppe, bestehend aus Pädagogen/Pädagoginnen, Psychologen/Psychologinnen, Sexualwissenschaftlern/Sexualwissenschaftlerinnen sowie Ärzten/Ärztinnen eingesetzt, um das Konzept fachwissenschaftlich zu überprüfen und ggf. zu korrigieren. TeenSTAR behält sich jedoch vor, im Kern vom christlichen Menschenbild und der damit einhergehenden unveräußerlichen personalen Würde und Freiheit jedes Menschen auszugehen, was für die sexualpädagogische Praxis heißt, dass der Mensch vor der Aufgabe steht, sein Leben verantwortungsvoll zu gestalten. Diese Sichtweise bereichert die hiesige Schullandschaft. § 2 des Schulorganisationsgesetzes nimmt sogar ausdrücklich Bezug auf die sittlichen und religiösen Werte, die in den Unterricht einfließen sollen:

„§ 2. Aufgabe der österreichischen Schule

       (1) Die österreichische Schule hat die Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten sowie nach den Werten des Wahren, Guten und Schönen durch einen ihrer Entwicklungsstufe und ihrem Bildungsweg entsprechenden Unterricht mitzuwirken. Sie hat die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können auszustatten und zum selbsttätigen Bildungserwerb zu erziehen.“

 

Dieser Grundsatz wirkt sich direkt auf die didaktisch-methodische Praxis von TeenSTAR aus. So muss jeder Inhalt nicht nur wissenschaftlichen Kriterien standhalten, sondern er muss dem jungen Menschen zur Selbstreflexion und Selbstaneignung übergeben werden.

 

Diese pädagogische Grundhaltung beeinflusst auch den Umgang mit den in der Vergangenheit kritisierten Themen wie Homosexualität, Masturbation, Empfängnisregelung oder Ehe. So trennt TeenSTAR in der Vermittlung von Inhalten die wissenschaftlich begründbare Ebene von der weltanschaulichen. Dadurch sollen die reine Wissensvermittlung und der plurale weltanschauliche Umgang mit dem Thema Sexualität deutlich voneinander getrennt und transparent gemacht werden. TeenSTAR steht so nicht nur für eine plurale Auseinandersetzung mit den weltanschaulichen Deutungsrichtungen, von denen heute das Thema Sexualität umgeben ist, sondern verwirklicht auch das vorgegebene Bildungsideal, das im christlichen Menschenbild verankert ist: Junge Menschen sollen sich selbständig mit Wissen und pluralen Weltanschauungen auseinandersetzen, damit sie zu einer selbstverantworteten Gestaltung ihrer Sexualität gelangen können.